Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (FLA Gold)

Seit Jahrzehnten hat sich der Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold sehr bewährt und wurde von Kameraden und Kameradinnen aus unserem Bundesland, aber auch von Gästen aus Deutschland und Südtirol gerne angenommen. 

Seit 2003 wurden nun dem Bewerb teilweise neue Inhalte gegeben. Die Bestimmungen wurden komplett überarbeitet und den aktuellen Ausbildungsinhalten und Ausbildungserfordernissen angepasst. 

Infos zum FLA Gold auf der HP des NÖLFV

Beim neuen Bewerb wird speziell auf die Umsetzbarkeit des Erlernten in der Praxis, Aktualität und Einsatznähe Wert gelegt. Das FLA Gold leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Hebung des allgemeinen Ausbildungsniveaus.

Ein zentrales Thema sind die Fragen aus dem Feuerwehrwesen. Diese müssen nämlich nicht nur bei der Spezialdisziplin "Fragen" beherrscht werden, sondern viele Fragen sind die Voraussetzung, um auch bei anderen Disziplinen die Aufgaben lösen zu können.

Voraussetzungen:

Neu ab 2008:

  • sofern das FLA Gold vor 2003 absolviert wurde, ist ein nochmaliges (einmaliges) Antreten am Bewerb um das FLA in Gold möglich
  • Die Module BD10, BD20, VB15, SD10 und BD sind nicht mehr verpflichtend, aber empfohlen
  • Teilnahme an der „FLA Gold Vorbereitung“ (im jeweiligen Bezirk) ist verpflichtend
  • Anmeldung zum Bewerb und zur Vorbereitung über FDISK erforderlich!
Voraussetzungen im Detail:
  • Allgemeine Bestimmungen:
    • Aktives Feuerwehrmitglied gem. § 36 Abs. 2 NÖ FG
    • 3 Jahre aktiver Feuerwehrdienst
    • Besitz eines gültigen Feuerwehrpasses
    • Besitz des FLA Silber
    • sofern das FLA Gold vor 2003 absolviert wurde, ist ein nochmaliges (einmaliges) Antreten am Bewerb um das FLA in Gold möglich;
  • Ausbildungen (verpflichtend):
    • Führen taktischer Feuerwehreinheiten (FÜ10)
    • Ausbildungsgrundsätze (AU11)
    • Verhalten vor der Einheit (FÜ90)
    • Teilnahme an der „FLA Gold Vorbereitung“ (wird im jeweiligen Bezirk durchgeführt)
    • oder („alte“ Ausbildung)
      • Gruppenkommandantenlehrgang (GKL)
      • Gruppenkommandantenergänzung (GEM)
      • Teilnahme an der „FLA Gold Vorbereitung“ (wird im jeweiligen Bezirk durchgeführt)
    • oder („alte“ Ausbildung)
      • Gruppenkommandantenlehrgang (GKL)
      • Zugskommandantenlehrgang (ZKL)
      • Teilnahme an der „FLA Gold Vorbereitung“ (wird im jeweiligen Bezirk durchgeführt)
  • zusätzliche Ausbildungen (Empfehlung):
    • Löschwasserbedarf für den Einsatz (BD10)
    • Löschwasserförderung (BD20)
    • Pläne im Feuerwehrdienst (VB15)
    • Gefahrenerkennung und Selbstschutz (SD10)
    • Branddienst (BD)
Bestimmungen: Die Durchführung im Jahr 2010 erfolgt nach den
Bestimmungen für den Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold Heft 14, Ausgabe 2008

Aktuelle Bestimmungen (Stand 2008) (Link z. NÖLFV)
Änderung der Bestimmungen 2008 im Vergleich zu 2007 (Link z. NÖLFV)
Anmeldefrist für 2010: bis 3. März 2010 über das Verwaltungsprogramm FDISK
Info des NÖLFV zur Anmeldung zum FLA Gold
Eine spätere Nachmeldung ist nur per direkt beim LFKDO, Fr. HBI Julia Marx möglich

Die 8 Disziplinen des FLA Gold:

Download als Powerpoint-Präsentation (4,7 MB) (aktual. 2/2010)

Musterbeispiele für FLA Gold (Link z. NÖLFV)

Ausbildung in der Feuerwehr

Musterbeispiel lt. Bestimmungen
Musterbeispiel lt. Bestimmungen

Beispiel 1a (Organisation)

Beispiel 1b (Organisation)

Beispiel 3 (Fahrzeuge...)

Beispiel 4 (Atem-, Körperschutz)

Beispiel 6 (Brand-Löschlehre)

Beispiel 7 (Techn. Eins.)

Beispiel 8 (Gefahrenlehre)

Beispiel 9 (takt. Einheiten)

Beispiel 10 (nur Aufgabe B)

Musterbeispiel (Brand-Löschlehre)
(Link z. NÖLFV)

Neu! Übungsbeispiele für Aufg. B. Löscheinsatz (zVg v. HBI Fritz Ploiner)

A) Handbuch Grundausbildung

Der Bewerber hat die wesentlichen Schritte für die Informationsgewinnung und Ausbildung unter Verwendung des Handbuches für die Grundausbildung darzulegen. 

Auf einem Aufgabenblatt sind Fragen durch Ankreuzen, Ausfüllen eines Lückentextes oder Reihung zu beantworten. Ein Auszug aus dem Handbuch liegt hierzu auf.

Die Fragen stammen einerseits aus den "Tipps für die Ausbildung" und einem zusätzlichen Kapitel des Handbuches (ausgenommen Kapitel 5 - Funk).

B) Gruppe im Löscheinsatz und im technischen Einsatz

Anm: Teilweise stammen die Aufgaben auch aus dem ÖBFV-Heft 17 - Tragbare Leitern und aus der prov. Ausbildungsvorschrift für die Staffel im Löscheinsatz
Zum Lernen ebenfalls empfohlen: Falter "Löschgruppe"

Auszug aus ÖBFV-Heft 12 - techn. Einsatz
Auszug aus ÖBFV-Heft 17 - tragb. Leitern
Staffel im Löscheinsatz (Link z. NÖLFV)

Der Bewerber hat die Kenntnisse über die Gliederung und Aufgaben der Gruppe im Löscheinsatz (ÖBFV Fachschriftenheft 2) und der Gruppe im technischen Einsatz (ÖBFV Fachschriftenheft 12) nachzuweisen.

Auf einem Aufgabenblatt sind die gestellten Fragen (Lückentext und grafische Darstellungen) zu beantworten.

Berechnen - Ermitteln - Entscheiden

 

 

 

Beispiel 1a+b+c 

Beispiel 2a+b+c 

Beispiel 3a+b 

Beispiel 4a+b

Beispiel 5a+b+c

Beispiel 2004b+c

Die Tabellenwerte (Falter "Löschwasserförderung über längere Strecken") stehen beim Bewerb zur Verfügung.
A) Löschmittelberechnungen

 

Der Bewerber muss schriftlich 5 Beispiele zum Thema "Löscheinsatz" berechnen

z.B. 
- Wie lange können aus einem Löschwasserbehälter mit bestimmtem Fassungsvermögen verschiedene Strahlrohre betrieben werden?
- Welche Löschwasserrate (Liter/min) ist für eine bestimmte Anzahl von Strahlrohren erforderlich?
- Welche Löschwassermenge ist erforderlich, um eine bestimmte Anzahl von Strahlrohren eine gewisse Zeit zu betreiben?
- Welcher Schaummittelvorrat ist erforderlich, um eine vorgegebene Schaummenge zu erzeugen?
- Wie viele Strahlrohre werden für einen bestimmten Brandabschnitt bei Frontalangriff oder umfassendem Angriff benötigt?

B) Löschwasserförderung über längere Strecken

Der Bewerber muss in einem Aufgabenblatt mit einer skizzenhaft dargestellten Einsatzsituation (Brandbekämpfung) im hügeligen Gelände mit Höhen- und Entfernungsangaben und den Standorten von zwei Feuerlöschpumpen Berechnungen über die Löschwasserförderung für eine zielführende Brandbekämpfung vornehmen.

z. B.
- Wie groß ist die Fördermenge einer Feuerlöschpumpe bei der gegebenen Saughöhe?
- Wie hoch ist der Eingangsdruck der zweiten Feuerlöschpumpe?
- Welchen Ausgangsdruck muss die 2. Feuerlöschpumpe mindestens erzeugen, damit mit den vorgegebenen Strahlrohren Löschwasser auf das Brandobjekt aufgebracht werden kann?

C) Entscheiden

Dem Bewerber werden 4 unterschiedliche Einsatz- bzw. Gefahrensituationen auf einem Aufgabenblatt bildhaft dargestellt. Es werden jeweils 4 - 5 Antwortmöglichkeiten angeboten. Es ist nur eine Antwort richtig.
Die Themenbereiche der Darstellungen umfassen:

  • Anschlagmittel

  • Brandbekämpfung in elektrischen Anlagen

  • Absichern von Einsatzstellen

  • Absperrbereiche in Besonderen Einsatzsituationen (Spannung, Chemikalien, Gas)

  • Deckungsbreiten und Wurfweiten von Strahlrohren

  • Atemschutztrupp - Luftverbrauch, Ablöse, Rückzug

  • Gefahren an der Einsatzstelle - Gefahrenkennzeichnung

  • Brandklassen und Eignung von Löschmitteln

Brandschutzplan

Karten für Themenbereiche und Planzeichen 

Bei dieser Disziplin werden Pläne von Objekten und Betrieben (Tischlerei, Werkstätten, Kleinbetriebe, Schulen...) verwendet. Alle verwendeten Pläne und Planzeichen entsprechen der TRVB O 121/04, wobei nur bestimmte vorgegebene Planzeichen verwendet werden.

A) Lageplan

Der Bewerber muss auf einem Brandschutzplan (Lageplan) Themenbereiche erklären und zuordnen können.
Themenbereiche:

  • Löschmittelversorgung

  • Feuerwehrzufahrten und Zugänge

  • Absperreinrichtungen

  • Deckenqualifikationen und Bedachung

  • Besondere Gefahren - Gefahrenstellen

2 Themenbereiche werden hierzu vom Bewerber gezogen

B) Geschoßplan

Der Bewerber muss Planzeichen am Brandschutzplan (Geschoßplan) erklären und zuordnen können

5 Planzeichen werden hierzu vom Bewerber gezogen

Formulieren und Geben von Befehlen

Präsentation Geben von Befehlen, 
(Beisp.1 mit Erläut.)

Beispiel 1 
Beispiel 2 
Beispiel 3 
Beispiel 4 
Beispiel 5 
Beispiel 6 
Beispiel 7 
Beispiel 8 
Beispiel 9 
Beispiel 10 
Beispiel 11 
Beispiel 12 
Beispiel 13 
(alle akt. 2/2010)

 

A) als Gruppenkommandant

Der Bewerber ist Gruppenkommandant einer Löschgruppe und hat anhand vorgelegter Skizzen

  • 1. einen Entwicklungsbefehl und

  • 2. einen Angriffsbefehl eines Brandeinsatzes zu formulieren und mündlich zu geben.

B) als Einsatzleiter

Der Bewerber ist Einsatzleiter bei einem technischen Einsatz und gibt an den Gruppenkommandanten der eintreffenden Einsatzfahrzeuge aufgrund der bildlichen Darstellung den mündlichen Einsatzbefehl nach dem gültigen Befehlsschema
 

Fragen aus dem Feuerwehrwesen

Aus verschiedenen Fachgebieten sind ca. 300 Fragen zusammengestellt, aus denen 15 Fragen zu beantworten sind. 
Für den Bewerb werden Pakete mit je 15 Fragen vorbereitet, die gleichmäßig auf die Fachgebiete verteilt sind.

Lernkarten für die Fragen aus dem Feuerwehrwesen (Stand 12/2008, die Fragen Nr. 83, 101 und 274 wurde aktualisiert)

Lernkarten für die 2008 geänderten Fragen zum Austausch (Nr. 83, 101 u. 274)

Neu! Excel-Programm Fragen FLA Gold (Stand 12/2008)

Besonders wichtige Fragen: Die folgenden Fragen sollten bereits vor oder zu Beginn der Vorbereitung gelernt werden, weil diese zur Lösung für diverse andere Disziplinen vorausgesetzt werden.
58-60, 92-93, 97, 107-108, 110-113, 115-122, 129-131, 143, 162, 164, 168-169, 172-177, 180, 188-189, 193-194, 196-200, 214-215, 217-219, 252-253, 255, 257-258, 260, 269-275, 306-307 (Auflistung ohne Gewähr!) - In den Lernkarten (s.o.) sind die Nummern dieser Fragen farblich gekennzeichnet.

Führungsverfahren

Bsp.1   Bsp.1 
Bsp.2  Bsp.2
Bsp.3  Bsp.3
Bsp.4  Bsp.4
Bsp.5  Bsp.5
Bsp.6  Bsp.6
Bsp.7  Bsp.7
Bsp.8  Bsp.8
(alle aktual. 2/2010)

Neu:
Bsp.9  Bsp.9
Bsp.10  Bsp.10 (zVg v. Roland Pachtner)

A) Brandeinsatz

Der Bewerber muss schriftlich je eine Aufgabe aus den Bereichen Brandeinsatz und Technischer Einsatz lösen. Zusätzlich zum Aufgabenblatt erhält der Bewerber eine bildliche Lagedarstellung (Foto) mit Erläuterungen. Die Aufgaben sind entweder durch Ankreuzen oder schriftliche Ergänzung zu lösen. Die Lösung muss nach den geltenden Ausbildungsvorschriften (NÖ LFV Falter "Der Einsatzleiter") erfolgen.

Insbesondere muss zu jedem der beiden Einsätze ein Einsatzbefehl schriftlich ausgearbeitet werden.

B) Technischer Einsatz

Praktische Einsatztätigkeiten

A) Anwendung von Knoten und Bünden

Fotos siehe unten

Der Bewerber hat

  • 1. an einer vorbereiteten hängenden Arbeitsleine eine Löschleitung zum Aufziehen vorzubereiten

  • 2. an einer ausgezogenen zweiteiligen Schiebleiter die Leine über zwei Sprossen zu fixieren.

B) Hindernisstrecke

Fotos siehe unten

Hindernisstrecke bestehend aus Sprossenwand (neu), Schwebebalken, Wassergraben, Kriechkanal (Querschnitt rechteckig statt bisher rund) und Gerüst mit Leiter (neu) ist zu überwinden und dabei eine Löschleitung aufzubauen.

Verhalten vor einer Gruppe

Der Bewerber ist Gruppenkommandant und hat eine Gruppe mit 12 Mitgliedern zu kommandieren, wobei bestimmte vorgegebene Marschbewegungen durchzuführen sind.

Knoten:

Die Durchführung erfolgt in (vollständiger) Einsatzbekleidung (mit Feuerwehrhandschuhen 

a) Vorbereitung zum Aufziehen der Löschleitung...


... mit Kreuzklank an den Kupplungen und halbem Schlag an der Strahlrohrspitze

b) Fixieren einer Schiebleiter über 2 Sprossen mittels Kreuzklank und einfachem Ring (als Sicherungsknoten). Die Übungen zeigten, dass dies am besten gelingt, wenn man dabei hinter der angelehnten Leiter Aufstellung nimmt.

 
1. Kreuzklank

 
2. mit dem Seilende wird ganzer Ring gebildet und Schlaufe durch den Ring gezogen, 
entweder oberhalb der Sprosse (wie hier), oder...


...zwischen den Sprossen (allerdings mit Einsatzhandschuhen!)

Hindernisstrecke - Die Hindernisse:

 
Sprossenwand überwinden und Geräte aufnehmen


Über den Schwebebalken und Wassergraben (dargestellt durch die beiden roten Linien) zum Verteiler


C-Schlauch am Verteiler ankuppeln und durch den Kriechkanal ausziehen


Zusammenkuppeln und Ausscheiben der Schlauchreserve, 
anschließend richtiges Besteigen der Leiter (Karabiner des Feuerwehrgurtes vorher öffnen!)


Befestigen des Schlauches mit Schlauchhalter am Gerüst 
(im markierten unteren Bereich links oder rechts) und "fertig!"

Weitere Links zum FLA Gold:

     Text u. Fotos: Franz Bretterbauer

Diese Seite wurde zum letzten Mal bearbeitet am: Sonntag, 09. Mai 2010
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